Monatsberichte

Wie ihr wisst, ist die Vergangenheit bei der Modellbundesbahn nicht bloß eine Jahreszahl, sondern ein abenteuergeladener, detailversessener Nachbau im Maßstab 1 zu 87! Und ja, die Planungen daran schreiten weit voran. Seit Ende 2017 feilt der Planungsstab am ersten von 3 neuen  Bauabschnitten. Im Kleinen entsteht schon das ein oder andere. Grund genug für uns, euch regelmäßige Updates zu bieten. Unter anderem beantworten wir eure Frage: Wie ist es möglich, alles so genau und originalgetreu nachzubauen? Dauert doch Jahre, mag manch einer sich denken. Stimmt! In den nächsten Jahren seht ihr, welche einzelnen Elemente aus dem 3D Drucker kommen, was alles gelasert oder gefräst wird, welche Farben, Kleb- und Werkstoffe eingesetzt werden. Worüber sich die Modellbundesbahner freuen, woran unser Team verzweifelt. Endlich können wir vor Ort bauen. Unser Ziel ist es, neue Träume für Miniaturbaufreunde und Modelleisenbahnfreundinnen zu schaffen. Begleitet uns dabei, gerne online und viel lieber noch mit einem Besuch vor Ort. Bis neulich!

 

März 2019

Modul 4 im Bau. Nach dem Leimen, Dübeln und Verschrauben wird noch eine Schicht weißer Lack aufgetragen. Das kostet zwar Zeit, ist aber besser fürs Holz und die Fehlersuche unter der Anlage vereinfacht sich, da sich die Kabelfarben auf hellem Untergrund besser abheben.

Holzbau

Manchmal klemmt es, ähm sind Klemmen gut für die offene Rahmenbauweise. Jedes Bauteil ist beschriftet und wird streng nach Plan montiert. Eine Beschäftigung, die nicht allzu schwer ist, aber volle Konzentration des Modellbauers fordert.

Holzbau

Und nocheinmal Modul 4. Diesmal mit der Stellprobe für den kleinen Viadukt. Mal schauen, wie sich unsere innovative Idee machen wird. Bernard hat die Landschaftskonturen am Dunetalviadukt ausfräsen lassen. Das sind die beiden Profilbretter, die direkt vor und hinter dem Viadukt liegen. Mal schauen, ob das beim Bauen hilft oder sich eher störend auswirkt. Wenn es so klappt, wie wir uns das vorstellen, ist es eine geniale Idee! Was meint ihr? Sollen wir uns das patentieren lassen?

Holzbau

Das ist für Modul 4 bestimmt. Beim Landschaftsbau nervt es immer, wenn Gebäude nicht eingepasst werden können. Deshalb ist der Bauernhof am Duneviadukt im Bau. Insgesamt ist es nicht ein Gebäude, sondern es sind sieben Bauten. Wohnhaus, Torhaus, offene Scheune, eine Stallung mit drei seitlichen Anbauten (als vier Bauten gezählt). Was ein maßstäblicher Bauernhof für ein Zeitfresser sein kann. Bernard hat es gezeichnet, Karl montiert die Gebäude.

Bauernhof

So sahen Fassadenkomponenten einen Tag zuvor aus. Die aufgetragene Farbe ist mit einem matten klaren Sprühlack versiegelt, so sind die Fassaden besser geschützt.

Bauernhof

Riesige Dachflächen werden Ende Februar montiert. Schraubklemmen und andere Klemmwerkzeuge sind unverzichtbar.

Bauernhof

Nicht zu vernachlässigen: Die Lokwartung will erledigt sein, schließlich wollen die Gäste an den Öffnungstagen gewohnt betriebssicheren Fahrbetrieb sehen. Hier ist Norbert bei der Arbeit, im Bild eine 44er in der Lokliege.

Lokwartung

 Uwe dachte, die Sache mit der Leuchte für die Module 2, 3 und 4 sei längst erledigt. Dachten wir auch, bis dann die ersten Module in der Halle standen. Die Lampe wirkte aber näher an der Anlagenkante viel besser, so dass Uwe sie in diese Position umhängte. Vorher musste er Kabel ziehen.

Uwes Leuchte

Nochwas Neues von Uwe. Er hatte sich um die Baustelle gekümmert, diese mechanisch wieder gängig gemacht. Sie ist für den Dauerbetrieb ab sofort besser geeignet. Karl hat die Farben angepasst, ab sofort gibt die Baustelle Geheimnisse preis.

Baustelle

Ja! Wir geben es zu! Wir haben mit uns gerungen! Das Tillig H0 Elite Gleis ist ein Topp-Gleis-System. Seit unserer Eröffnung mussten wir von 216 Weichen nur zwei Stück auswechseln. Hätte uns das vorher jemand gesagt, wir hätten das nicht geglaubt. Never, ever! Das ist ein traumhaft guter Wert. Auch sieht das Gleis gefällig aus, nach einem alten Werbespruch: Da weiß man, was man hat. Nun kommt das ABER: In der Zwischenzeit ist "Mein Gleis" von Weinert erschienen. Für uns war es der einzige ernsthaft in Erwägung zu ziehende Bewerber gegenüber unserem Platzhirschen Tillig. Entscheidend war, "Mein Gleis" bietet für den Nachbau Altenbeken eine Vielzahl an Weichentypen, die Tillig einfach nicht im Angebot hat, die wir jedoch benötigen! Und Dutzende Weichentypen sonderanfertigen zu lassen, geht richtig ins Geld! So war Tillig aus dem Rennen. Außerdem ist Weinerts Gleis detaillierter gestaltet, man betrachte u.a. Schwellen und Kleineisen. Schienenkopfumarmer und Schwellenzähler wie wir sind voll begeistert! Wir hoffen, dass es sich im Dauerbetrieb als ebenso betriebssicher wie Tilligs H0 Elite erweist, dann haben wir einen Volltreffer gelandet. Im Bild unten werden zuvor gealterte Schienenköpfe gesäubert.

Mein Gleis

Unten geht es mit den älteren Nachrichten weiter:

Februar 2019

Im Januar hat sich viel getan. Der Ausbau der Modellbundesbahn hat so richtig angefangen. Zuerst einmal ganz vielen Dank an Uwe O. Sämtlicher Holzzuschnitt für die Module 1 bis 4 ist fertig. Es ist ausgezeichnet geworden! Deshalb haben wir Anfang Januar im Empfangsraum den Hintergrund tapeziert.

Hermann Tapete

Der Hintergrund ist wichtig für unseren Protagonisten auf Modul 1. Er ist sehr bekannt und wird im August diesen Jahres 144 Jahre alt. Und die 44 ist wegen der Baureihe 44 die Lieblingszahl bei der Modellbundesbahn ;-) Hier ist ein Ausschnitt aus dem 3D Modell zu sehen, das der Drucker in ein 61,5 cm hohes Hermannsdenkmal umgewandelt hat. Gezeichnet von Bernard Huguenin.

Hermann 3D

 Das Modul 1 ist im Eingangsraum aufgebaut. Es ist montiert, gestrichen und für die Elektrik und den Landschaftsbau vorbereitet. So sieht der Hermann vor dem Hintergrund aus, der aus rund 25 Einzelaufnahmen montiert ist und den Blick vom Besucherrundgang des Hermannsdenkmals auf Detmold zeigt. Hier steht er schon an seinem späteren Platz.

Hermann Eingang

Beim Modulbau verfüllt Karl Fischer eine kleine Fuge mit einem Gemisch aus Holzleim und feinem Sägestaub. Es ist das Modul 1 am 23.01.2019, zwei Tage zuvor.

Modulbau

 Hier beim Zusammenbau. Im Bild Norbert Sickmann.

Modulbau

Der letzte Schliff - und dann wird`s eingebaut.

Modulbau

Und ein großes Dankeschön an Uwe Rottermund. Nach einer Beratung beschlossen wir, dass der neue Bauabschnitt noch nicht ausreichend beleuchtet ist. Der Streckenausschnitt von Paderborn nach Altenbeken soll in gutem Licht erscheinen. Dafür sorgt der gutgelaunte Strippenzieher auf der Leiter.

Uwe

Bei allem Weiterbau sind manchmal längere Reparaturen an der bereits bestehenden Modellbundesbahn nötig. Hier ist Uwe als Straßenmeisterei im Einsatz. Die Baustelle in Bad Driburg funktionierte nicht mehr richtig. Hier feilt er an einer Ersatzfahrbahn, die demnächst wieder ihre überraschenden Einblicke gewährt.

Uwe

So sieht die Baustelle ohne überraschende Einblicke aus. Im Bild zu sehen ist die neue Fahrbahn und das darauf verlaufende Magnetband (das dunklere gerade schmale Band) Noch fehlt die passende farbliche Oberflächengestaltung, dann ist die Baustelle wieder fitt und gibt ihr Geheimnis frei!

Modulbau

 

Januar 2019

Zum neuen Jahr wünschen wir allen Gästen alles Gute, viel Erfolg, Zufriedenheit und gute Gesundheit. Für die Modellbundesbahn muss 2019 ein sehr glückliches Jahr werden. Anders geht das gar nicht, denn pünktlich zum Jahresbeginn besuchten uns alle Schornsteinfeger aus dem Kreis Höxter. Soviel Glück auf einmal! Wir bedanken uns herzlich für dieses tolle Foto.

alles Gute zum neuen Jahr

 Die Holzarbeiten an der Modellbundesbahn haben begonnen. Die Bauteile für die ersten vier Module werden nach und nach zusammengesetzt. Im Bild zu sehen ist der Schrank, der unter den offenen Rahmen des ersten Moduls gesetzt wird. Es ist praktisch der Unterbau für das Hermannsdenkmal.

Holzarbeiten

Wir haben uns gefreut, dass der LWL am Bahnhofswanderweg in Ottbergen einen Prospekthalter für die Modellbundesbahn anbringen ließ. Vielen Dank auch an die Bahnhofsinitiative Ottbergen, die diesen Prospektständer regelmäßig auffüllt.

Wanderweg

 

Dezember 2018

In den letzten Wochen ist wieder viel passiert. Bernard Huguenin hat den Holzzuschnitt gezeichnet. Der Zuschnitt für die Module 1 bis 4 ist vorbereitet, zur Zeit arbeitet er an den Modulen 5 bis 8. An diesen nehmen wir zur Zeit letzte Korrekturen vor. Parallel wird bereits an der Zeichnung für den großen Viadukt gearbeitet. In der Modellbundesbahn bereiten wir eine Überraschung vor, die sich viele Besucherinnen und Besucher gewünscht haben. Das untere Bild hat damit zu tun und ist ein kleiner Hinweis aus das, was kommen wird!

Ueberraschung

Noch ein kleiner Hinweis. 

Ueberraschung

Beim Car System tut sich auch jede Menge. Der Möbelkoffer von Carl Balke fährt nun seit einigen Wochen mit und bereitet uns viel Freude. Mit kugelgelagerten Achsen ist er energieparend unterwegs, außerdem ist der Lenkmagnet in der Lenkachse verbaut, so dass kein Schleifer Reibungsenergie vergeudet. Besser kann ein DC Car Fahrzeug nicht umgebaut werden.

Balke

Bremslicht, Blinker links, Blinker rechts und Rücklicht sind alle separat schaltbar. Sogar die in den 1970ern bei diesem Fahrzeugtyp üblichen runden Dreikammerrückleuchten sind im Modell verwirklicht.

Balke

Zum Abschluss ein Blick auf die Module 3, 4 und 5 mit dem zentralen Motiv: Dunetalviadukt. Dahinter liegt der Dunehof. Die Spanten sind rötlich markiert, die Trassen beige und die offene Rahmenkonstruktion holzfarben.

Balke

 

November 2018

Wir haben viele Spekulationen gehört: Kreiensen? Holzminden? Warburg? Detmold? Aber immer wieder fiel der Name Altenbeken. Das haben sich die Allermeisten gewünscht. Manche Besucher meinten: "Altenbeken? Kann es nicht sein, das kriegt man nicht hin! Dieser Aufwand: Mammutbauwerke wie die Viadukte, der Rehbergtunnel, hunderte von Gebäuden, keines davon gibt es zu kaufen ... nee, die machen was einfacheres?!" Nein, einfach machen wir nicht! Die Modellbundesbahn wagt sich an eine der größten Herausforderungen, denen sich der Eisenbahnmodellbau in Deutschland stellen kann. Der Bau des nördlichsten Gebirgsbahnhofes der früheren Bundesbahn, zurückversetzt in den Sommer 1975. Historisch korrekt, akribisch recherchiert. Hinter unsere Position als authentischste öffentliche Schauanlage im Maßstab H0 setzen wir damit ein fettes Ausrufezeichen!

Dunetalviadukt

In den vergangenen Berichten hatten wir von einem "anderem Uwe" gesprochen, der eine Überraschung vorbereitet. Die ist mehr als fett! Nervös waren wir noch wegen der Farbgebung des Dunetalviaduktes, war diese doch in der Werkstatt bei Kunstlicht aufgetragen worden. Aber Vorbild und Modellvergleich passen. Coole Sache, Grund für Miterbauer Uwe Oeynhausen (rechts) mit Karl Fischer abzuklatschen. Ein Moment des Glücks!

Dunetalviadukt Juergen Bock

Für Bernard Huguenin war die größte Herausforderung, das Bauwerk so genau zu zeichnen wir nur möglich. Der "kleine Viadukt" liegt nicht waagerecht, sondern in einer Steigung mit 11 Promille. Uns beeindruckt am meisten die Schönheit dieses zwischen 1851 und 1853 entstandenen Bauwerkes. Der Viadukt ist nicht geradlinig, sondern weist an den Enden eine jeweils entgegengesetzte Krümmung auf, wie auf dem Bild von Jürgen A. Bock aus dem Frühjahr 1969 sehr gut zu sehen ist.

Gruppenpfeiler

Hier ein kleiner Ausschnitt aus Bernards Zeichnung. Jeder (!) Stein ist nachgezeichnet und jeder Pfeiler ist damit individuell. Die Verlockung, einen Pfeiler zu zeichnen und dann zu kopieren ist groß - aber darf man dann noch von einem authentischen Nachbau sprechen?! Die Modellbundesbahn spricht in solchen Fällen von einer Nachempfindung.

Bogen

 

Während der Montagephase. Oberhalb des Gewölbes sind die Ziersteine zu sehen. Diese sind 3 D gedruckt. Gut zu erkennen ist auch der Hartschaumkern.

 

Fraese

Uwe war für die Fräsarbeiten und die Montage des Schaumstoffkerns zuständig. Hier eine Momentaufnahme beim Fräsen.

Montage

Der Montageplan. Viele Bauteile, einige aus dem 3 D Drucker. Viel Arbeit. Insgesamt 40 Stunden Recherche, 60 Stunden Zeichnung, Fräsvorbereitung, Fräsarbeiten, Schaumstoffkern 40 Stunden und Modellbau samt Farbgebung (über 1000 Steine einzeln angemalt) 70 Stunden. Macht über 200 Stunden!

Pylon

Verstärkung des Gruppenpfeilers. Hier das Vorbild:

Gruppenpfeiler

 

Dunehof

Am Dunetalviadukt liegt der Dunehof. Dieser wird natürlich auch nachgebaut. Im Modellwirkt dieser eher kleinere Bauernhof riesig. Er nimmt fast einen Quadratmeter im Modell ein. Gefräst ist das Modell bereits, es fehlen noch einige Fenster. Der Modellbau muss noch folgen.

Dunehof

 Blick in den Innenhof.

Jos

Der Herr der Bäume hat uns besucht. Jos Geurts, ohne deine Miniaturbonsais wäre unsere Landschaft nicht so einzigartig wie sie ist. Vielen Dank für deine Bäume und für deine Freundschaft! War ein schönes Treffen.

Jos

Immer wieder eine Faszination. Dieses Foto war eine Idee von Bernard und Jos. Zum Abschluss des Monatsberichtes noch ein Foto vom Dunetalviadukt.

Viadukt

 

Oktober 2018

Wir haben vor, in einem der kommenden Monatsberichte zu verraten, was im nächsten Bauabschnitt bei der Modellbundesbahn nachgebaut wird. Zunächst halten wir aber noch dicht und verraten nur tröpfchenweise etwas ;-) Jedenfalls müssen für den neuen Bauabschnitt einige Weichen sonderangefertigt werden. Hier ist eines dieser Exemplare zu sehen: EW 300-1:9 rechts, ca. 45 cm lang

Weichenverbindung

 

Hier einmal die komplette Weichenverbindung von oben mit einem vierachsigen Umbauwagen. Es ist eine Sonderanfertigung von Weichen Walter Weichen Walter dem die Modellbundesbahn herzlich dankt. Die Wasserwaage misst 60 cm.

Weichenverbindung oben

Ein detaillierter Blick auf Herzstücke, Radlenker und die Anordnung der Holzschwellen.

Weichenverbindung Detail

Blick von oben ohne Wagen:

Weichenverbindung ohne Wagen

 

Der Baumbau schreitet ebenfalls voran. Jeder einzelne Baum ist ein Unikat, wird handgefertigt und erreicht gegenüber industriell gefertigten "Bäumen" eine herausragende Qualität. Die Bäume im Vordergrund sind von Jos Geurts, einem der besten Modellbaumbauer überhaupt. Da er sehr auf Details achtet, ist er unserer Meinung nach anderen voraus und die Nummer 1! Jos hatte vermutlich als Erster die Idee, Nadelbäume mit dem Elektrostaten zu begrünen. Noch vor 10 Jahren hat die Modellbundesbahn für die Begrünung der Nadelbäume hochwertige Matten benutzt, die seinerzeit die Creme de la Creme waren. Wer einmal die mit der neuen Methode gebauten Nadelhölzer sieht, will i.d.R. nur noch mit dieser Methodik erstellte Bäume pflanzen. Da wir für den neuen Bauabschnitt eine unglaublich hohe Anzahl an Fichten benötigen, bauen wir einige Bäume selbst. Diese sind auf dem Foto im Hintergrund zu sehen. Momentan sind rund 300 Bäume zum Pflanzen bereit.

Fortschritt Anzahl Baeume

 

 

Hier geht es demnächst weiter

 

 

 

 

September 2018

Wie es sicherlich nicht zu erwarten ist: Auch der zweite Monatsbericht startet mit einem Hammer. Hier ist er!

Warum habt Ihr das Hermannsdenkmal gebaut?

Es die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit der Region. Die Modellbundesbahn zeigt das Weserbergland und OWL in Miniatur, also musste solch ein Wahrzeichen mit großem Wiedererkennungswert das erste Appetithäppchen für unseren ersten neuen Bauabschnitt werden. Außerdem hat es Freude bereitet, unser erstes komplett in 3 D gestaltetes Projekt anzugehen.

Der Hermann

Bei der Bauzeit muss man zwischen Recherche, Zeichnungszeit, Maschinenzeit und dem eigentlichen Modellbau unterscheiden. Wie lange hat Bernard Huguenin am Modell gezeichnet, damit es 3 D gedruckt werden konnte?

Bernard Huguenin hat knapp 60 Stunden Modellierzeit benötigt. Er sagte mir, dass beim virtuellen 3D Modell  die Säulenabschlüsse unterhalb des Besucherumlaufes am Schwierigsten umzusetzen waren. Er meinte die Verzierungen, die an Eichenblätter erinnern.
In den vergangenen 12 Monaten habe ich fünfmal den Hermann besucht. Es gab immer wieder Details zu klären, Maße zu nehmen und etwas zu fotodokumentieren. Im Internet habe ich ergänzende Infos recherchiert, u. a. war eine vertikale Schnittzeichnung zu finden, die die Innenkonstruktion des Hermanns aus Eisenrohr zeigt. Hier sind 30 Stunden zu veranschlagen.
Den 3D Drucker haben wir auf eine hohe Detailtreue eingestellt. Am Unterbau ohne die Kuppel hat er 252 Stunden lang gedruckt. Die Kuppel selbst dauerte dann noch einmal eine Woche.

Hier zum Vergleich der Echte. Keine Sorge, den Steckbrief gibt`s vergrößert im nächsten Bild.

Der Steckbrief

Der Steckbrief Ausschnitt

 Aus dem Drucker kam ein unifarbenes Modell. Auch die Statue war komplett weiß. Jetzt beginnt der Modellbau. Nachdem die Einzelteile wie Podest, Turm, Kuppel und Statue miteinander fest verbunden waren, folgte der Feinschliff und die Farbgebung. Circa 30 Stunden später war der Hermann für seinen Platz in der Modellbundesbahn geschaffen. Hier ist wieder das Modell, diesmal mit einem Streichholz zum Größenvergleich. 61,5 cm ist der Modellbundesbahn Hermann groß, sein Gewicht ist mit 2.507 Gramm auch im Modell beachtlich.

Hermann mit Streichholz

 

Ein Detailfoto vom Hermann. Mit Flügelhelm. Das Schwert wurde übrigens im original von Krupp gestiftet.

 

Figurausschnitt

 

Hermann und Hermann haben sich am 5. September um 14.15 Uhr zum ersten mal an der Grotenburg in der Nähe Detmolds getroffen. Zum Hermann haben wir übrigens noch eine spannende Idee. Frei nach einem bekannten österreichischem Schauspieler könnte Hermann sagen: "I`ll be back!"

Hermann und Hermann

 

Wie viele Arbeitsstunden waren es von der Idee bis zum fertigen Modell?

Da wir Maschinenzeiten nicht hinzurechnen, sind es 120 Arbeitsstunden von der Idee bis zum fertigen Modell.

 

 

 

August 2018

Wie es sicherlich zu erwarten ist: Der erste Monatsbericht startet mit einem Hammer. Natürlich muss ein Ausrufezeichen gesetzt werden. Ähm, hier ist es jetzt!

Der Hammer

Jos hat uns Bäume herüberwachsen lassen. Für den ersten neuen Bauabschnitt benötigt die Modellbundesbahn viele Bäume. Vorwiegend Nadelbäume, aber ebenso einige Laubbäume. Da ich beim Schreiben schon weiß, dass jetzt jeder Zweite und jede Dritte sich fragt, was gebaut wird: Das ist noch nicht berechenbar und wird noch nicht verraten. Dazu brauchen wir erst einen großen Hammer, der wird noch vorbereitet. Deshalb geht es mit einem ...

Der Hammer

 

... kleinen Hammer weiter. So viel sei zum neuen Bauabschnitt doch vorab verraten: Es wird ein Nachbau! Der Modellbau spielt im Sommer 1975. Das heißt Gebäude, Menschen, PKW, Straßenmöbel, Beschilderungen, Werbeplakate, schlichtweg alles (bis auf X) wird im Zustand von 1975 dargestellt. Wer die Modellbundesbahn kennt, weiß, dass wir das sehr genau nehmen. Beim Faktor X handelt es sich um Schienenfahrzeuge. Anders als in unseren bisherigen Bauabschnitten wird die Bundesbahnzeit im neuen Bauabschnitt in den Jahren von 1965 bis 1990 spielen. Die Strecken im neuen Bauabschnitt erhalten eine Oberleitung! Hier ist der Kleine:

Der Hammer

Ein kleiner Hammer: Trotz Temperaturen um die 30° Celsius ist auf dem Gartentisch eine bemantelte Skifahrerin gesichtet worden. Der Fotograf konnte es kaum glauben! Bei näherer Betrachtung ist es allerdings kein Schnee, auf den die Dame abfährt, sondern PLA. Bernard Huguenin hat bereits einige der neuen Gebäude gezeichnet und für den Druck vorbereitet. Hier handelt es sich um das noch völlig unbehandelte Dach eines Bauernhofnebengebäudes.

Skifahrerin

 

Eine der neuen Fichten. Jos hat sie mit der von ihm entwickelten "Begrasungsmethode" hergestellt. Viel feiner und detaillierter, als es mit einer Matte möglich wäre.

Fichte

 

Die Fichten sind um die 250 mm klein. So sehen 1 zu 87 Fichten in einer 1 zu 1 Umgebung aus.

 

 

Wald im Garten