Monatsberichte

Wie ihr wisst, ist die Vergangenheit bei der Modellbundesbahn nicht bloß eine Jahreszahl, sondern ein abenteuergeladener, detailversessener Nachbau im Maßstab 1 zu 87! Und ja, die Planungen daran schreiten weit voran. Seit Ende 2017 feilt der Planungsstab am ersten von 3 neuen  Bauabschnitten. Im Kleinen entsteht schon das ein oder andere. Grund genug für uns, euch regelmäßige Updates zu bieten. Unter anderem beantworten wir eure Frage: Wie ist es möglich, alles so genau und originalgetreu nachzubauen? Dauert doch Jahre, mag manch einer sich denken. Stimmt! In den nächsten Jahren seht ihr, welche einzelnen Elemente aus dem 3D Drucker kommen, was alles gelasert oder gefräst wird, welche Farben, Kleb- und Werkstoffe eingesetzt werden. Worüber sich die Modellbundesbahner freuen, woran unser Team verzweifelt. Endlich können wir vor Ort bauen. Unser Ziel ist es, neue Träume für Miniaturbaufreunde und Modelleisenbahnfreundinnen zu schaffen. Begleitet uns dabei, gerne online und viel lieber noch mit einem Besuch vor Ort. Bis neulich!

 

September 2018

Wie es sicherlich nicht zu erwarten ist: Auch der zweite Monatsbericht startet mit einem Hammer. Hier ist er!

Warum habt Ihr das Hermannsdenkmal gebaut?

Es die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit der Region. Die Modellbundesbahn zeigt das Weserbergland und OWL in Miniatur, also musste solch ein Wahrzeichen mit großem Wiedererkennungswert das erste Appetithäppchen für unseren ersten neuen Bauabschnitt werden. Außerdem hat es Freude bereitet, unser erstes komplett in 3 D gestaltetes Projekt anzugehen.

Der Hermann

Bei der Bauzeit muss man zwischen Recherche, Zeichnungszeit, Maschinenzeit und dem eigentlichen Modellbau unterscheiden. Wie lange hat Bernard Huguenin am Modell gezeichnet, damit es 3 D gedruckt werden konnte?

Bernard Huguenin hat knapp 60 Stunden Modellierzeit benötigt. Er sagte mir, dass beim virtuellen 3D Modell  die Säulenabschlüsse unterhalb des Besucherumlaufes am Schwierigsten umzusetzen waren. Er meinte die Verzierungen, die an Eichenblätter erinnern.
In den vergangenen 12 Monaten habe ich fünfmal den Hermann besucht. Es gab immer wieder Details zu klären, Maße zu nehmen und etwas zu fotodokumentieren. Im Internet habe ich ergänzende Infos recherchiert, u. a. war eine vertikale Schnittzeichnung zu finden, die die Innenkonstruktion des Hermanns aus Eisenrohr zeigt. Hier sind 30 Stunden zu veranschlagen.
Den 3D Drucker haben wir auf eine hohe Detailtreue eingestellt. Am Unterbau ohne die Kuppel hat er 252 Stunden lang gedruckt. Die Kuppel selbst dauerte dann noch einmal eine Woche.

Hier zum Vergleich der Echte. Keine Sorge, den Steckbrief gibt`s vergrößert im nächsten Bild.

Der Steckbrief

Der Steckbrief Ausschnitt

 Aus dem Drucker kam ein unifarbenes Modell. Auch die Statue war komplett weiß. Jetzt beginnt der Modellbau. Nachdem die Einzelteile wie Podest, Turm, Kuppel und Statue miteinander fest verbunden waren, folgte der Feinschliff und die Farbgebung. Circa 30 Stunden später war der Hermann für seinen Platz in der Modellbundesbahn geschaffen. Hier ist wieder das Modell, diesmal mit einem Streichholz zum Größenvergleich. 61,5 cm ist der Modellbundesbahn Hermann groß, sein Gewicht ist mit 2.507 Gramm auch im Modell beachtlich.

Hermann mit Streichholz

 

Ein Detailfoto vom Hermann. Mit Flügelhelm. Das Schwert wurde übrigens im original von Krupp gestiftet.

 

Figurausschnitt

 

Hermann und Hermann haben sich am 5. September um 14.15 Uhr zum ersten mal an der Grotenburg in der Nähe Detmolds getroffen. Zum Hermann haben wir übrigens noch eine spannende Idee. Frei nach einem bekannten österreichischem Schauspieler könnte Hermann sagen: "I`ll be back!"

Hermann und Hermann

 

Wie viele Arbeitsstunden waren es von der Idee bis zum fertigen Modell?

Da wir Maschinenzeiten nicht hinzurechnen, sind es 120 Arbeitsstunden von der Idee bis zum fertigen Modell.

 

Hier geht es demnächst weiter

 

 

August 2018

Wie es sicherlich zu erwarten ist: Der erste Monatsbericht startet mit einem Hammer. Natürlich muss ein Ausrufezeichen gesetzt werden. Ähm, hier ist es jetzt!

Der Hammer

Jos hat uns Bäume herüberwachsen lassen. Für den ersten neuen Bauabschnitt benötigt die Modellbundesbahn viele Bäume. Vorwiegend Nadelbäume, aber ebenso einige Laubbäume. Da ich beim Schreiben schon weiß, dass jetzt jeder Zweite und jede Dritte sich fragt, was gebaut wird: Das ist noch nicht berechenbar und wird noch nicht verraten. Dazu brauchen wir erst einen großen Hammer, der wird noch vorbereitet. Deshalb geht es mit einem ...

Der Hammer

 

... kleinen Hammer weiter. So viel sei zum neuen Bauabschnitt doch vorab verraten: Es wird ein Nachbau! Der Modellbau spielt im Sommer 1975. Das heißt Gebäude, Menschen, PKW, Straßenmöbel, Beschilderungen, Werbeplakate, schlichtweg alles (bis auf X) wird im Zustand von 1975 dargestellt. Wer die Modellbundesbahn kennt, weiß, dass wir das sehr genau nehmen. Beim Faktor X handelt es sich um Schienenfahrzeuge. Anders als in unseren bisherigen Bauabschnitten wird die Bundesbahnzeit im neuen Bauabschnitt in den Jahren von 1965 bis 1990 spielen. Die Strecken im neuen Bauabschnitt erhalten eine Oberleitung! Hier ist der Kleine:

Der Hammer

Ein kleiner Hammer: Trotz Temperaturen um die 30° Celsius ist auf dem Gartentisch eine bemantelte Skifahrerin gesichtet worden. Der Fotograf konnte es kaum glauben! Bei näherer Betrachtung ist es allerdings kein Schnee, auf den die Dame abfährt, sondern PLA. Bernard Huguenin hat bereits einige der neuen Gebäude gezeichnet und für den Druck vorbereitet. Hier handelt es sich um das noch völlig unbehandelte Dach eines Bauernhofnebengebäudes.

Skifahrerin

 

Eine der neuen Fichten. Jos hat sie mit der von ihm entwickelten "Begrasungsmethode" hergestellt. Viel feiner und detaillierter, als es mit einer Matte möglich wäre.

Fichte

 

Die Fichten sind um die 250 mm klein. So sehen 1 zu 87 Fichten in einer 1 zu 1 Umgebung aus.

 

 

Wald im Garten